Teil VIII: "If you are going to San Francisco …"

Vinay Chandra, Global Lead Performance Media Google brachte uns Googles Vision von „Future of Advertising“ näher. Gleich zu Beginn seiner Session machte er unmissverständlich klar: „Programmatic advertising is a big thing.“

Algorithmen, Echtzeitmessung und Daten machen es möglich, für jeden einzelnen Interessenten und in jeder Situation, sogenannten Micro Moments, eine einzigartige und persönliche Customer Experience zu liefern. Hier eröffnet sich eine völlig neue Dimension und unerschöpfliches Potential. Und, es bedeutet endlich (!!!) das absolute Ende der Silodenke zwischen Kommunikation und Vertrieb auf Seiten der Kommunikationstreibenden. Klar, dass Google dieses Feld gern und maßgeblich dominieren möchte und wird. Dazu hätte uns Vinay den folgenden Film „Micro Moments“ eigentlich nicht zeigen müssen.

Richtigerweise warnte Vinay gleichzeitig auch davor, zur Verfügung stehende Budgets nicht ausschließlich in Ingenieure, Programmierer, Technologien und Datenbanken zu stecken, sondern das Augenmerk auf Kreativität, Ideen, Experiences und Geschichten zu legen und vor allem ausreichend Mittel bereitzustellen.

Und wie genau setzt man Programmatic Advertising ein? Indem man nicht an Technologie denkt, sondern lernt, aus dem Verständnis für Micro Moments heraus zu denken. Hierzu folgende Google Case Study.

„Stopp rubbish advertising! We are guilty when people prefer adblockers, because of creating rubbish advertising.“ so Vinays Botschaft an uns.

Thematisch passend folgte Neil Hoyne, Head of Customer Analytics Google. Er begann mit der Frage, warum Marketingverantwortliche lediglich für 6% ihrer Entscheidungsfindungen Datenanalysen nutzen, aber bei allem anderen sich von Intuition leiten lassen? Seine Antwort darauf sei ganz einfach, denn Daten seien für den Menschen erdrückend.

Beispiel gefällig?
Würde die Website von Amazon eine Sekunde (1 Sek.) langsamer laden, fiele unserer Intuition das zwar auf, sie würde es aber als akzeptabel hinnehmen. In der Realität bedeutet das aber einen Umsatzverlust für Amazon von 10 - 12%. „That is data and analytics.“ so Neil. Und damit sich Marketeers und wir Agenturen immer weniger von Intuition leiten lassen, sollten wir laut Neil am besten ein Google Produkt nutzen. „Google analytics brings you deeper insights and leads you to growth and income.“ meint Neil.