Teil VII: "If you are going to San Francisco …"

Al-ber-to! Klingt wie ein typischer Italiener. Ist Alberto Savoia auch: charmant, unterhaltsam, eloquent und jemand, mit dem man augenblicklich (egal zu welcher Tageszeit) die ein oder andere Flasche guten Barolo genießen und ihm einfach zuhören möchte. Und nein, er ist kein Koch, kein Modedesigner, kein Eisverkäufer und auch kein Sänger.

Alberto Savoia ist Gründer von Pretotype Labs, Dozent an der Stanford University und Innovation Agitator bei Google.

Seine Mission ist es, Menschen und Unternehmen dabei zu unterstützen, revolutionäre Innovationen zu entwickeln und schneller als bisher marktfähig zu machen. Doch wie findet man heraus, ob die eigene Idee die Welt verändern kann oder auch nicht? Pretotyping!

Wie simple Pretotyping funktioniert, verdeutlichte Alberto uns anhand seines Lieblingsbeispiels.

Alberto gilt als Erfinder des Pretotyping. Dabei handelt er nach der Maxime: „Make sure you are building the right it, before you build it right.“ Dazu hat Alberto eine Reihe interessanter Pretotyping-Prozesse definiert. Diese unterstützen Innovatoren dabei, datenbasierte Ergebnisse zu generieren noch weit bevor die Erfindung marktreif ist.

Gerade wir im Land der Erfinder und Ingenieure können von der Denke des Pretotyping einiges lernen. Denn Produkte oder Dienstleistungen müssen nicht immer bis ins letzte Detail ausgetüftelt sein, bevor sie getestet werden. Diese alte Denke kostet Geld und vor allem Zeit. Und die haben wir laut Alberto in Zukunft immer weniger, wenn es um die Generierung, Entwicklung, Umsetzung und Einführung von Innovationen geht: „Fast failure is good failure. Slow failure is bad failure.“

Grazie mille Alberto! Alla prossima.

Ein Italiener, der bei Google das Pretotyping verantwortet, wo die Italiener im Allgemeinen dafür berüchtigt sind, nicht mal fertige Produkte fehlerfrei am Markt anzubieten. Was kann da noch folgen?

Richtig! Ein Deutscher, der bei Google „Konzepte und Leitlinien entwickelt, um den Mitarbeitern des Suchmaschinenriesen eine Arbeitsatmosphäre zu bieten, in der sie möglichst kreativ arbeiten können.“

Dr. Frederik G. Pferdt
ist Head of Innovation & Creativity Programs Google und Dozent an der Standford University, Columbia University New York City und an der Universität Paderborn.

In einem spannenden ca. 30 minütigen Workshop (diesen hier schriftlich wieder zu geben wäre ... gähn) vermittelte uns Frederik wie es gelingt, dass jeder Mensch seinem eigenen kreativen Potential vertraut, seine Ideen pro-aktiv und überzeugt verfolgt und wie Unternehmen und Organisationen unabdingbar davon profitieren. Denn Frederik glaubt daran: „Make big ideas happen.“ Und ich finde, das ist gut so!