Teil V: "If you are going to San Francisco …"

Bevor ich in diesem Teil auf unsere Sessions im Google Headquarter in Mountain View eingehe, eines vorweg: Was der GWA hier programmlich auffährt, ist wirklich Druckbetankung vom Allerfeinsten. Innerhalb von vier Tagen treffen wir auf fast 30 Menschen, die bei Google, YouTube, Facebook oder Twitter zu den führenden Köpfen gehören und die wesentlichen Treiber unserer zukünftigen digitalisierten Welt sind. Stellvertretend für alle, die an der Entwicklung und Orga des GWA-Summit 2015 beteiligt waren, möchte ich mich bei Wolf Ingomar Faecks (GWA Präsident), bei Michael Trautmann (Vizepräsident GWA) und bei Micro Hecker (Geschäftsführer GWA Service mbH) recht herzlichen bedanken. Großes Kino, ja sogar ganz großes Kino!

Die erste Session im Google Headquarter kam von Rich Jones, Performance Marketing Evangelist Google. Rich nahm uns mit in die „Future of Search“:

- Menschen „gehen“ nicht mehr online, sondern leben online und mobile.

- Mobile ist nicht nur Teil des Internets. Mobile ist DAS Internet.

- Marken, die das begreifen, stehen eine neue Dimension in der Kommunikation und im Handel(-n) offen.

- Der „Call-To-Action“ spielt dabei die essentielle Rolle.

- In dem Moment, in dem der Konsument „Needs“ hat und diese über den Browser seines Smartphones abfragt, können Marken in Echtzeit in Kontakt treten und Konsumenten-„Needs“ konkret erfüllen.

- Dabei sind Daten, Analyse und Reaktionsgeschwindigkeit der Umsatzturbo („speed on mobile is money“).

- Google Customer Match macht darüber hinaus noch vieles mehr für Marken möglich.

- Werbetreibende waren gestern. „Bedürfniserfüller just in time“ ist die neue Rolle der Marken.

Anschließend erfuhren wir von Oliver Rabenschlag, Head of Creative Google, und einer der wenigen Deutschen im Silicon Valley, wie man durch richtiges Storytelling maximal skaliert. Titel seines Vortrags „10x Storytelling“.

Oliver ist einer der seltenen Kreativen, die verstehen, welchen immensen Einfluss Technologie auf den Aufbau und die Verbreitung wirklich großer „Geschichten“ haben kann. Dazu hat Google seine ganz eigene Philosophie, sie nennen es „Moon Shots“. Was dahinter steckt erklärt Larry Page, einer der Gründer von Google im Interview mit WIRED. Um das Prinzip von Moon Shots noch besser zu verdeutlichen zeigte uns Oliver folgenden Film.

Google sei eine „Macher“-Company, das macht Moon Shots möglich. „Fail fast, learn fast.“, so Oliver Rabenschlag. Wichtig dabei, sei zu verstehen, dass es nicht darum ginge Neues um 10% besser zu machen als Vorheriges, sondern man sollte in Dimensionen von 10-fach und mehr denken und handeln.

Hierzu hatte Oliver einige beeindruckende Beispiele parat:

GoogleX „Balloon

GoogleX „Iris

GoogleX „Nanorobots

GoogleX „Spotlight Stories“-App

GoogleX Case

Oliver forderte dazu auf, dass Agenturen die schier unfassbare Energie von Google nutzen sollten, um gemeinsam neue Dimensionen in der Markenkommunikation zu erreichen. Da war er erneut, der laute Aufruf von Google nach Kollaboration mit uns Agenturen. Und kaum hatte Oliver seine Forderung ausgesprochen bewies er diese durch eindrucksvolle Case-Studies:

Fendi + Unit9 „Drones

Coca Cola + Wieden & Kennedy „What’s in your name

Volvo + R/GA „Cardboard

Er schloss seine Session mit den Worten „We empower agencies“. Bleibt mir nur zu antworten: „Oliver, we’ll see us soon.“

Eigentlich hatte ich ja angekündigt, dieses Mal über meine Begegnung mit Ray Kurzweil und Philipp Schindler zu schreiben. Allerdings erwartet uns hier auf unserer Website vorher noch die ein oder andere spannende Session interessanter Google Minds, die ich während meiner Teilnahme am GWA-Summit 2015 im Silicon Valley treffen durfte.

Also, einfach dran bleiben …