"CES 2016 – Inspirationsquelle für Live-Experience?" Teil II

Am Tag 1 und 2 der CES erlebte ich einen Mix aus Vorträgen, Podiums-Diskussionen und Besuch einzelner Ausstellungsstände.

Höhepunkte waren für mich persönlich wieder die Keynotes.
General Motors CEO Mary Barra enthüllte in einer tollen medialen Show auf einer ca. 30 x 6 m breiten LED Medienwand ein Elektrofahrzeug 
(Unedited: https://www.youtube.com/watch?v=BxaVu03ains).
Imposant war es insbesondere deshalb, da das 'Westgate Theater' ein "alter Schuppen" ist. Trotzdem funktionierte die Show. Es kommt eben nicht immer auch auf die Location an.

Nächstes Highlight war eine Podiums-Diskussion "The Future Of Urban Mobility“. Klare Zukunftsbotschaften wie „Das Auto als Personal Assistant“ und als "Brücke zwischen Büro und Zuhause“ wurden diskutiert. Das beinhaltet für uns Agenturen die Aufgabe, dieses interessant und erlebbar in der Kommunikation für die verschiedenen Zielgruppen zu inszenieren. Reine Frontalkommunikation reicht hier nicht aus. Der Consumer muss es erleben, dann versteht er es und dann will er es.

Eine interessante Frage am Rande: Wer gewinnt in der Zukunft - Automobil-Industrie oder die großen Consumer Electronics-Konzerne wie Google, Apple etc.? Antwort: Problem der Google's und Apple's ist, dass sie nahezu ausschließlich halbfertige Produkte auf den Markt bringen, die erst zusammen mit den Konsumenten durch Updates mehr und mehr verbessert werden, um dann irgendwann perfekt zu sein. Das ist die DNA dieser Konzerne. Das geht im Automobilbau so nicht. Das Produkt muss von Anfang perfekt sein, d. h. die Consumer Electronics-Konzerne müssen dafür ihre DNA ändern.

Die Messestände sind generell nicht beeindruckender als auf anderen Messen. Aber darauf kommt es auch nicht an. Viele Marken arbeiten dafür sehr erlebnisorientiert. Beispielhaft: Samsung Gear VR Roller Coaster.

Generell ist der Erfolg der CES für mich das Format. Ein Mix aus Keynotes von CEOs („Little Davos“ mit „Sharing Their Visions With Us“), Podiums-Diskussionen, Workshops (z. B. AR/VR Think Tank: The Next Generation – Infos folgen im nächsten Post), Breakfast-Sessions (z. B. Shelly Palmer, einer der „LinkedIn’s top 10 voices in technology“), Messe-Aussteller.

Im Content der CES erfolgt damit eine Integration von allem, was unsere digitale Welt heute ausmacht. Auch das ist erfolgreiche Live-Kommunikation, was ich bisher so bei keiner anderen Messe erlebt habe.

Zum Abschluss möchte ich Shelly Palmer zitieren, der meinte: „Mein Smartphone kennt mich heute besser als meine Verwandten.“